Weihnachtsmarktsyle Currywurst Degustation: Biercurrywurst, Thaicurrywurst, Colombowurst

Dieses Wochenende fühlte sich einfach alles nach Winterwunderland an. Also nicht das Winterwunderland, in dem man sich mit anderen Menschen um die Festtags-Salami bei Lidl streitet, vier Stunden mit seinem Chef auf der Strecke von Düsseldorf nach Wuppertal feststeckt oder einen kältebedingten Wasserrohrbruch flickt. Das haben bereits die Vorjahre besorgt. Nein. Ein Winterwunderland, in dem man die Schneeflocken aus dem warmen Wohnzimmer beobachtet oder mit einem dicken Schal über den Weihnachtsmarkt streift und sich einfach alles besinnlich fühlt.

Aber vor der Besinnlichkeit kommt erstmal der Kitsch.

In der Vorweihnachtszeit liebe ich Geschäftsreisen noch mehr als sonst. Besonders, wenn es in Alpennähe geht. Eisregen auf der A3 – ein erster Vorbote des Fests – begleitete mich auf meiner Fahrt nach München. Im Hotel angekommen, wurde ich dann erstmal in Feststimmung katapultiert. Oder auch nicht.

Festdekoration. So schön, dass man doch noch über einen Religionswechsel nachdenkt. Oder einen vorübergehenden Wechsel des Kontinents.

So viel Weihnachten voll in die Fresse. Und nicht nur Weihnachten. Irgendwie fühlte sich alles an wie ein bigotter Cocktail aus dem Jahr 1960. Aber kennt ihr das, wenn die Dinge so scheisse sind, dass sie gleichzeitig auch wieder geil sind? Oder halt doch auch einfach nur scheisse. Trotzdem. Irgendwas blieb scheinbar haften, denn als ich am Samstag aufstand, packte ich die Make Up Palette raus, die mich quasi in ein kosmetisches Abbild meiner Hotel-Weihnachts-Kitsch-Folter verwandelte.Was sagt mehr Winterwunderland als diese Farbpalette? Und die Natur hatte offenbar den gleichen Stylisten wie ich. Als ich dann am Abend in einem Holzkarussell sass – übrigens, die Nägel schon mal farblich angepasst – und die wunderschönen Karten begutachtete, war sie plötzlich da. Die Feststimmung.

Und die wollte konvertiert werden. In Fressalien.

Die Idee: Meal-Prep für den Mann. Im Weihnachtsmarktstil. Quasi Pommesbude Deluxe.Wir beginnen ausnahmsweise mal mit der ist Food Couture: Variationen von der Currywurst. Von links nach rechts: Thaicurrywurst mit Kokosmilch, Colombocurrywurst mit Thai-Spargel und Biercurrywurst mit und ohne Wachtelei-Chip.

Was brauchst Du und was tust Du?

Biercurrywurst:

  • 8Paprika würfeln, anschwitzen
  • 1 Knobi-Zehe pressen, zugeben
  • 3 Tomaten würfeln, zugeben
  • 1 Habanero Chilli hacken, zugeben
  • mit 0,5 l Bier ablöschen
  • eine Stunde reduzieren
  • mit Salz, Paprika, Curry abschmecken
  • 3 Bratwürstchen braten, zugeben

Colombocurrywurst:

  • 1 Frühlingszwiebel, hacken und anschwitzen
  • 1 Zucchini, würfeln und zugeben
  • 1 Aubergine, ebenso
  • 1 Habanero Chilli, ebenso
  • mit 500ml Sake ablöschen
  • einreduzieren
  • Thaispargel karamellisieren und zugeben
  • mit Colombo, Salz, Chilliöl würzen
  • 3 Bratwürstchen braten und zugeben

Thaicurrywurst:

  • 1 Aubergine, würfeln, im Wok braten
  • 1 Zucchini, würfeln, zugeben
  • 1EL rote Thaicurry Paste zugeben
  • 1 Paprika in Streifen schneiden, zugeben
  • 1 Habanero Chilli hacken & zugeben
  • mit 400ml Kokosmilch ablöschen
  • etwa 30 min köcheln lassen
  • mit Salz abschmecken

Auberginen-Hai im Curry-Meer.

Einpacken fürs Büro.

Und zack, glücklich ist der Mann. Feststimmung muss nicht unbedingt teuer sein. So eine Reminiszenz an eine Weihnachtsmarkt-Fressbude ist einfach genau das Richtige im Winterwunderland.

Love, V. 💋

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